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Teilen statt kaufen

 

Simone arbeitet unregelmässig (also keine Bürozeiten), und kommt immer sehr locker und zufrieden rüber kommt. Was ich bisher wusste:

- Sie wohnt in einer Mietwohnung an zentraler Lage

- Sie besitzt ein Boot am See

- Sie sucht eigene Lösungen und keine Probleme.

 

 

AL: Simone, jetzt wo es gerade wieder so tolle, warme Tage gibt. Wie geht es dir, wenn du an dein Boot am See denkst? Das gibt's doch sicher auch immer etwas zu warten oder reparieren?

SI: Das Boot besitze ich doch gar nicht alleine, sondern mit sechs anderen Parteien. Jeder zahlt was dran. Es findet sich immer einer, der momentan grad lieber in Stunden zahlt, heisst: z.B. eine Reparatur oder Wartung übernimmt oder organisiert, und somit sind alle zufrieden. Jeder kann das Boot nach Absprache nutzen und zahlt einen Bruchteil davon, wenn er das Schiff nicht selber kaufen muss. Und das schöne ist: ich MUSS gar kein eigenes Boot besitzen. Mir ist das egal.

  

AL: Du hast kürzlich erzählt, dass Ihr auch eine Ferienwohnung mit anderen zusammen besitzt? Gibt es Unterschiede im Vergleich zum Bootsbesitz?

SI: Nein, eigentlich nicht. Auch hier gilt: Man bespricht sich und so wird ausgemacht, wer in Form von Geld dieses Jahr seinen Beitrag leistet und wer ihn in Form von Zeit beiträgt.

 

AL: Was sind die wesentlichen Vor- und Nachteile für dich beim Thema Teilen statt kaufen?

SI: Ich arbeite unregelmässig. Dadurch ist für mich dieses Teilen Modell noch interessanter, als für andere. Ich kann so auch ganz spontan das Ferienhaus oder das Boot nutzen. Weil die anderen arbeiten ja dann meistens.

 

Solche Luxusgüter, die mir Freude bereiten sind so wesentlich günstiger und brauchen weniger Zeit.

 

Durch die Möglichkeiten mit dem Internet, ist eine Absprache unter uns Parteien heute viel einfacher geworden, als wenn wir telefonieren würden. Wir benützen Doodle für unsere Absprachen. Das Konzept "Teilen statt kaufen" setzt aber Toleranz und eine gute Kommunikation voraus. Sonst gibt es schon bald Unruhe.

 

AL: Das tönt sehr interessant. Wo finde ich Freunde, die mit mir so ein Teilen statt kaufen Objekt erwerben würden? Wie hast du das gemacht?

 SI: Ich habe mich mit Freunden und Mitgliedern aus der Familie abgesprochen. Aber das gibt es sicher auch andere Modelle. Am Besten man beginnt damit, dass man sich darüber austauscht. Und der Rest ergibt sich.

  

Mehr zum Thema „Teilen statt kaufen:

Es gibt Carsharing (z.B. Mobility)
Segelschiff Sharing (z.B. Sailcom)

Was sind deine Erfahrungen mit dem Prinzip “Teilen statt kaufen”? Ich freue mich über deine Kontaktaufnahme.

 

 

 


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